Jochen Gerz; I Sigfried Uiberreither, Landeshauptmann, 2008; Graz; Walltext; © Jochen Gerz, VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Vortrag
Grazer Geschichten Grazer Geschichten
(your neighbour is my neighbour) – Kunst fu?r wen?
Jochen Gerz Künstler, Irland
Präsentation und Erfahrungsberichte u?ber die Entstehung von Arbeiten im öffentlichen Raum (beauftragte und nicht beauftragte, realisierte und dann entfernte) in Frankreich, Deutschland, England, Irland, Italien und last not least Österreich. Erfahrungsberichte u?ber Kunst, u?ber Menschen (Auftraggeber und Teilnehmer) und u?ber Öffentlichkeiten.
Jochen Gerz wurde 1940 in Berlin geboren und lebte von 1966 bis 2007 in Paris. Heute ist er in Westirland ansässig. Von 1959 bis 1963 studierte er in Köln, Basel und London Literatur, Sinologie und Urgeschichte. Partizipative Arbeiten im öffentlichen Raum seit 1967; Foto/Texte seit 1969; Installationen, Video, Performances von 1970 bis 1985.
Gerz arbeitet seit dem Ende der 1960er Jahre mit neuen Medien (mehrere Documenta-Beiträge, Teilnahme 1976 mit Beuys und Ruthenbeck an der 37. Biennale von Venedig im deutschen Pavillon, zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen und Retrospektiven in deutschen, europäischen und nordamerikanischen Museen).
Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet er im öffentlichen Raum an gesellschaftlichen Prozessen. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Öffentlichkeit selbst, ohne deren Teilnahme seine Kunst nicht mehr entstehen kann. Gerz nennt das kreative Potenzial von Menschen, das nicht nur den individuellen Alltag, die Arbeit und Entwicklung des Einzelnen bewegt, sondern das ganze gesellschaftliche Zusammenspiel zum Ziel hat, „öffentliche Autorschaft“.
Seine öffentlichen Arbeiten zur Erinnerung wie Hamburgs Mahnmal gegen Faschismus (1986) und 2146 Steine (Mahnmal gegen Rassismus), das unsichtbare Mahnmal von Saarbru?cken (1993), Le Monument Vivant von Biron (1996) sowie The Future Monument von Coventry (2004) gehören international zu den meist zitierten Beispielen der partizipativen Kunst. Zu den Arbeiten der ju?ngsten Vergangenheit gehören 2-3 Strassen, Duisburg, Dortmund, Mu?lheim/Ruhr (2010) und Noi e loro, Ostia (2011). Aktuell entsteht seit 2006 in Bochum der Platz des europäischen Versprechens.
Seit 1972 Lehrtätigkeit an renommierten Kunstinstitutionen weltweit.
Jochen Gerz ist Mitglied der Akademie der Ku?nste, Berlin, und Honorarprofessor an der Hochschule fu?r Bildende Ku?nste, Braunschweig.
Preise und Auszeichnungen (Auswahl): Deutscher Kritikerpreis, Berlin 1996; Ordre National du Mérite, Paris 1996; Peter Weiss-Preis, Bochum 1996; Grand Prix National des Arts Visuels, Paris 1998, Preis der Montag-Stiftung, Bonn 2011.
www.jochengerz.eu
Jochen Gerz wurde 1940 in Berlin geboren und lebte von 1966 bis 2007 in Paris. Heute ist er in Westirland ansässig. Von 1959 bis 1963 studierte er in Köln, Basel und London Literatur, Sinologie und Urgeschichte. Partizipative Arbeiten im öffentlichen Raum seit 1967; Foto/Texte seit 1969; Installationen, Video, Performances von 1970 bis 1985.
Gerz arbeitet seit dem Ende der 1960er Jahre mit neuen Medien (mehrere Documenta-Beiträge, Teilnahme 1976 mit Beuys und Ruthenbeck an der 37. Biennale von Venedig im deutschen Pavillon, zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen und Retrospektiven in deutschen, europäischen und nordamerikanischen Museen).
Seit Mitte der 1980er Jahre arbeitet er im öffentlichen Raum an gesellschaftlichen Prozessen. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Öffentlichkeit selbst, ohne deren Teilnahme seine Kunst nicht mehr entstehen kann. Gerz nennt das kreative Potenzial von Menschen, das nicht nur den individuellen Alltag, die Arbeit und Entwicklung des Einzelnen bewegt, sondern das ganze gesellschaftliche Zusammenspiel zum Ziel hat, „öffentliche Autorschaft“.
Seine öffentlichen Arbeiten zur Erinnerung wie Hamburgs Mahnmal gegen Faschismus (1986) und 2146 Steine (Mahnmal gegen Rassismus), das unsichtbare Mahnmal von Saarbru?cken (1993), Le Monument Vivant von Biron (1996) sowie The Future Monument von Coventry (2004) gehören international zu den meist zitierten Beispielen der partizipativen Kunst. Zu den Arbeiten der ju?ngsten Vergangenheit gehören 2-3 Strassen, Duisburg, Dortmund, Mu?lheim/Ruhr (2010) und Noi e loro, Ostia (2011). Aktuell entsteht seit 2006 in Bochum der Platz des europäischen Versprechens.
Seit 1972 Lehrtätigkeit an renommierten Kunstinstitutionen weltweit.
Jochen Gerz ist Mitglied der Akademie der Ku?nste, Berlin, und Honorarprofessor an der Hochschule fu?r Bildende Ku?nste, Braunschweig.
Preise und Auszeichnungen (Auswahl): Deutscher Kritikerpreis, Berlin 1996; Ordre National du Mérite, Paris 1996; Peter Weiss-Preis, Bochum 1996; Grand Prix National des Arts Visuels, Paris 1998, Preis der Montag-Stiftung, Bonn 2011.
www.jochengerz.eu
04. Nov 2014
10 Uhr
10 Uhr
Rustenschacherallee 2-4, 1020 Wien
Jochen Gerz; Platz des europäischen Versprechens, 2007-2015, The Square of the European Promise; Bochum, Germany; i2500sqm, 25 basalt stones plaques 380x 558 cm with 600 names each, total of 15,000 participants Light design by Laurent Fachard, LEA Lyon, France Architecture by Soan architetekten, Bochum, Germany; © Jochen Gerz, VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Jochen Gerz; 63 Jahre Danach, 2010; Styria; Newspaper publication, 19 photo/text-objects in public space; © Jochen Gerz, VG Bild-Kunst, Bonn 2014
